Wandern und Englisch lernen in Schottland
Eines ist wohl sicher: nach Schottland fährt niemand des Wetters wegen. Denn dieses ist so unbeständig, dass man, selbst wenn der Tag mit strahlendem Sonnenschein beginnt, immer regenfeste Kleidung einpacken sollte, da das Wetter extrem schnell umschlagen kann. Daher auch der Spruch: „If you don’t like the weather, wait a minute!” Aber auch wenn Schottland nicht mit viel Sonne und Strand aufwarten kann, ist es aufgrund seiner wunderschönen und weitläufigen Landschaften immer eine Reise wert. Gerade Wander-Fans werden hier voll auf ihre Kosten kommen.
Bergwandern ist hier eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten und wer sich der Herausforderung stellen möchte, kann alle Munros (Berge Schottlands, die höher sind als 914 Meter) besteigen und so den Titel „Munroist“ erwerben. Der höchste Munro namens Ben Nevis, der mit einer Höhe von 1344 Metern auch der zugleich höchste Berg Großbritanniens ist, liegt in den Highlands. Hier findet man auch die typische schottische Postkartenlandschaft, deren Aussehen durch ihre weiten, unbesiedelten Flächen geprägt ist. Sein Erscheinungsbild verdankt das schottische Hochland übrigens den Highland Clearances, einer Maßnahme Ende des 18. Jahrhunderts bei der die ansässige Bevölkerung vertrieben wurde, um Raum für die Schafzucht zu schaffen.
Wer das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden möchte, der hat die Möglichkeit eine Sprachreise nach Schottland zu unternehmen, um so neben dem Wandern noch Englisch zu lernen. Dabei braucht man sich nicht zu sorgen, dass man sich mit Scots, wie es beispielsweise in dem Film „Trainspotting“ gesprochen wird, oder gar dem Gälischen herumschlagen muss – so gut wie jeder Schotte beherrscht Standardenglisch. Dennoch kann es für Fortgeschrittene einer Englisch Schülersprachreise sicher spannend sein, sich auch mit den anderen beiden Sprachen auseinanderzusetzen. Immerhin sprechen noch ungefähr 30 % der Bevölkerung fließend Scots. Die gälische Sprache wird nur noch von ca. 1,5 % der Bevölkerung gesprochen, da sie zusammen mit dem Clanwesen fast vollständig verschwand.